Neues von der Schiersteiner Kantorei

 
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Wiesbadener Kurier, 26.05.2017

Er hat Kommission und Kantorei begeistert – Clemens Bosselmann wird 2018 Nachfolger von Martin Lutz

WIESBADEN - (red). Nach deutschlandweiter Ausschreibung und einem längeren Bewerbungsverfahren wurde jetzt, wie die Schiersteiner Kantorei mitteilt, von einer Fachkommission der Nachfolger des langjährigen Kantors Martin Lutz gewählt: Clemens Bosselmann, derzeit Kantor in Zeitz, habe „sowohl die Kommission als auch die Kantorei überzeugt, ja begeistert“. Vier „hoch qualifizierte Musikerpersönlichkeiten“ hätten sich zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens in Orgelkonzert und Probe mit der Schiersteiner Kantorei vorgestellt, heißt es in der Mitteilung.

„Eine junge, starke Künstlerpersönlichkeit“

Als Nachfolger von Martin Lutz wird der 1985 in Dresden geborene Bosselmann zum Jahresbeginn 2018 Propsteikantor für Süd-Nassau, Kantor an der Christophoruskirche und Leiter der Schiersteiner Kantorei.

„Ich habe Clemens Bosselmann als einen gestaltenden Künstler kenngelernt, dem ich mein volles Vertrauen schenke“, sagt Martin Lutz zur Entscheidung: „Wiesbaden wird eine junge, starke Künstlerpersönlichkeit gewinnen.“ Lutz, der am 19. Mai 67 Jahre alt geworden ist, leitet die Schiersteiner Kantorei seit 1972 und hat sich auch überregional einen Namen als Dirigent, Cembalist und Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis gemacht. Sein Nachfolger Clemens Bosselmann war von 1994 an bis zum Abitur 2003 Mitglied des Dresdner Kreuzchors, von dem er musikalisch sehr geprägt wurde. Er studierte Kirchenmusik bei Martin Schmeding in Freiburg. 2006 bis 2010 studierte er zusätzlich Chorleitung bei Professor Beuerle und ab 2008 bei Professor Schuldt-Jensen, unter dessen Leitung er im Kammerchor der Hochschule und im Hochschulchor sang und assistierte. Von 2009 bis 2012 studierte er außerdem Musiktheorie bei Otfried Büsing. Sein Studium wurde von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Auch wurde ihm 2007 das Rudolf-Mauersberger-Stipendium verliehen.

Von Mai 2009 bis Februar 2012 war er Leiter des renommierten Deutsch-Französischen Chors Freiburg, mit dem er große oratorische Werke wie die c-Moll-Messe von Wolfgang Amadeus Mozart oder die Johannes-Passion von Johann-Sebastian Bach sowie große A-cappella-Werke wie das 40-stimmige „Spem In Alium“ von Thomas Tallis aufführte.

Nach seinem Abschluss in Kirchenmusik und Chorleitung nahm er die Stelle als Kantor an der Michaeliskirche in Zeitz und im Kirchenkreis Naumburg-Zeitz auf. Hier widmet er sich einer breiten kirchenmusikalischen Arbeit. Seinen musikalischen Horizont erweiterten diverse Meisterkurse.

 


Wiesbadener Kurier, Kultur vor Ort 22.03.2017

Eine Musik „glühender Stille“
Von Volker Milch

GESPRÄCH Martin Lutz vor der Aufführung von Dvoráks „Stabat Mater“ in der Marktkirche

WIESBADEN - Martin Lutz ist ein Kantor in der „Nachspielzeit”, wie er sagt. Im Mai wird er 67 Jahre alt, und wenn der Leiter der Schiersteiner Kantorei am Ende des Jahres endgültig in den Ruhestand geht, wird er mit Ausnahmegenehmigung zweieinhalb Jahre überzogen haben. Daran wird dann nichts mehr zu ändern sein, „selbst wenn man sich ganz anders fühlt“.

Mit Leidenschaft nicht nur für Johann Sebastian Bach

Man wird den Kirchenmusiker, Dirigenten und Mainzer Professor auch schwerlich als langsam zur Ruhe kommenden Rentner wahrnehmen können. Wenn der Kirchenmusiker über Antonín Dvoráks „Stabat Mater“ spricht, das er am kommenden Samstag, 25. März, in der Wiesbadener Marktkirche dirigiert, dann ist da die ganze Leidenschaft zu spüren, mit der er sich seit 45 Jahren, obgleich als Barock-Spezialist geltend, keineswegs nur den Werken von Johann Sebastian Bach widmet. Ein „glühendes Pianissimo“, eine „glühende Stille“ müsse da zu hören sein: „Da steht jemand wie starr und sieht auf seinen gefolterten Sohn. Es geht um die Verletzung eines Menschen, der einen anderen Menschen leiden sieht.“ Das Leidens-Thema sei leider sehr aktuell in unserer Zeit und vom Komponisten in einem „sublimierten Bild von Schmerz“ umgesetzt. Martin Lutz ist nämlich kein Freund einer naiv-biografischen Deutung des „Stabat Mater“, das von einem Komponisten geschaffen wurde, der seine drei kleinen Kinder verloren hatte. Wenn Dvorák den Verlust seiner Kinder komponiert hätte, meint er, könnte das die Hörer weit weniger anrühren, als es bei einer guten Aufführung der Fall ist: „Es muss eine Abstraktion stattfinden. Es geht um den Schmerz eines Menschen im Allgemeinen, um etwas tief Menschliches.“ Für Martin Lutz ist dieses „Stabat Mater“ eine der bewegendsten Kompositionen geistlicher Musik, und er habe in all den Jahren seiner Dienstzeit nie ein Werk dirigiert, „wo so viel an der Hörbarkeitsgrenze geschieht“. Dabei sei es eine große Herausforderung, das Publikum aus seinem lauten Alltag herauszunehmen und in die „bewegte Stille“ des ersten Satzes hereinzuholen. „Eine schöne und spannende Aufgabe für den Dirigenten.“

Eine Aufgabe, der sich der Dirigent erst spät stellt. Dvorák sei für ihn erst in den vergangenen Jahren wichtig geworden. Es gebe eben Stücke, „die man erst spät in ihrer Bedeutung erkennt“.

Sehr vertraut ist ihm dagegen Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, das am 9. Dezember in der Marktkirche am Ende des Jahresprogramms und am Ende seiner Amtszeit stehen wird: „Dass ich mit dem Weihnachtsoratorium abschließe – das kann gar nicht anders sein!“, sagt der Kantor. „Natürlich“ mit einer Gesamtaufführung aller sechs Teile und mit einer illustren Besetzung: Countertenor Andreas Scholl, seit Jahrzehnten ein prominenter Mitstreiter, steht gemeinsam mit der Sopranistin Kateryna Kasper, Tenor Andreas Weller und Bass Markus Flaig auf der Besetzungsliste.

„Ich habe überhaupt keine Pläne“, sagt Martin Lutz über die Zeit nach dem Abschied. Aber er freut sich unter anderem, das „große Glück“ eines „hochlebendigen“ Familienlebens mit drei Enkelkindern auskosten zu dürfen.

 


Frankfurter Allgemeine Zeitung 5.1.2017

Das Mammutprojekt
Die "Bach-Vespern Frankfurt-Wiesbaden" arbeiten an einer Gesamtaufführung aller 200 Kirchenkantaten Bachs
Von Guido Holze

Artikel als PDF

 


Wiesbadener Kurier 14.11.2016

Schiersteiner Kantorei und Bach-Ensemble eröffnen Musikherbst mit „dramatischer Wucht“
Von Axel Zibulski

WIESBADEN - Das Motiv der „Leidenschaft“, das den Musikherbst als Leitmotiv durch seine 13. Auflage begleitet, ist ein Schlüssel zu Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“ op. 70. Ob als Gläubiger oder als Eiferer: Der biblische Prophet, den der Komponist in den Mittelpunkt seines 1846 in Birmingham uraufgeführten Oratoriums stellt, ist als Wundertäter wie als Glaubenskämpfer vor allem eine dramatisch vielseitig zu charakterisierende Figur. Wer mag, kann darin wie in Mendelssohn Tableaus von Erdbeben und Naturkatastrophen sogar eine Nähe zur seinerzeit in Paris hoch populären „Grand Opéra“ erkennen.

Solche Gedanken lagen während der Aufführung des „Elias“ in der ausverkauften Marktkirche alles andere als fern. Denn Martin Lutz, der das Oratorium zur Eröffnung des 13. Musikherbsts mit der Schiersteiner Kantorei und dem Bach-Ensemble interpretierte, ließ an der dramatischen Wucht des Werks keinen Augenblick zweifeln.

Chor zeigt sich zur Öffnung ins Weite fähig

Mit Berthold Possemeyer stand ihm in der Zentralpartie des Propheten ein erfahrener Bassist zur Seite, der Furor und Bekenntnis ebenso eindringlich vermittelte wie seine Zweifel und die Momente der Resignation. Und der manchmal, wie in seiner Arie „Es ist genug“, nicht nur die Einflüsse Johann Sebastian Bachs auf Mendelssohn, sondern auch eine Ahnung der späteren Werke Richard Wagners spüren ließ.

An ähnlicher Schnittstelle bewegten sich auch die Chorsätze, wie sie die Schiersteiner Kantorei gestaltete: Heftig, scharf und treffend wie barocke Turba-Chöre einerseits, in den „Sterbens“-Rufen der Baals-Szene etwa, zugleich aber auch zur Öffnung ins Weite fähig und eine Perspektive, eine Wirkmacht andeutend, die in manchen chorischen Engelspassagen sogar auf Wagners spätere Sphären des „Parsifal“ anspielte.

Wie Martin Lutz nach wie vor die große Vertrautheit seiner Schiersteiner Kantorei mit ihm als Leiter seit nunmehr 44 Jahren in eine so direkte, fesselnde Klangdramaturgie umsetzte, begeisterte das Publikum in diesem ersten der fünf „Musikherbst“-Konzerte einmal mehr zu Recht. Kateryna Kasper als hoch feine, lyrische Sopranistin, die auch die kleine Knabenpartie übernahm, veredelte die Aufführung mit einer Präzision, die für den Tenor Bernhard Berchtold zwar nicht durchweg Selbstverständlichkeit war. Dass insgesamt aber vor allem der Ausdrucksgestus stimmte, bestätigte neben Altistin Melinda Paulsen besonders der „Elias“-Bass von Berthold Possemeyer, der seine zentrale Rolle nicht zuletzt mit dem Duktus des Wissenden beglaubigte.

 


Wiesbadener Kurier 07.06.2016

Himmlischer Chor, berührende Arien - ORATORIUM „Solomon" mit Andreas Scholl
Von Ulrike Brandenburg

ELTVILLE. „O himmlisch ist dein Chor, fürwahr!" attestiert die Königin von Saba im dritten Teil von Händels Oratorium „Solomon" eben diesem. Ein himmlischer Chor - das trifft auch auf die Schiersteiner Kantorei zu, die das 1749 in London uraufgeführte Werk am Sonntagabend zusammen mit dem ebenfalls auf austarierte, dynamische Schattierungen setzenden Barockorchester La Corona unter der Leitung von Martin Lutz in Kloster Eberbach zu Gehör brachte.

Der Besuch der Herrscherin inspirierte zur theatralen Inszenierung emotionaler Extremlagen - eben zum vom Gast so hoch gelobten Stück im Stück. Tatsächlich sind die betreffenden Chorpartien eine Glanzpassage dieses an anspruchsvollen Chö­ren so reichen Werks. Dass selbst das Disparate Wohlklang erzeugt („Thy harmony's divine"), entspricht dem Grundthema des Oratoriums, welches die Vorstel­lung einer vollendeten göttlichen Ordnung in geradezu jede Note packt. Tempelweihe und Eheglück bestimmen den ersten Teil des Werks. Alles ist wie in einem kostbaren Gobelin miteinander verwoben.
Mit dem Accompagnato „Almighty pow'r" verlieh Countertenor Andreas Scholl in der Partie des Salomo der Anrufung Gottes denn auch die Anmutung einer berührenden barocken Liebesarie. Und das, bevor noch die Königin selbst erschien, um zusammen mit ihrem Gatten im alttestamentarisch abgesicherten Liebeszauber anmutiger Chor- und Orchestermusiken zu versinken.

Madrigal-Spezialistin Verena Gropper (Queen) gestaltete ihren Auftritt allerdings durchaus zurückhaltend - was auf lange Sicht für das Solistenensemble insgesamt galt, das generell einem am Sprachlichen orientierten Verständnis von Musik und Text zu folgen schien.

Nun geht es hier in der Tat um ordnende Vernunft - wie etwa auch im zweiten, dem der biblischen Urfassung von Brechts Kaukasischem Kreidekreis gewidmeten Akt. Das evident Malerische des Oratoriums, das der beschriebenen, um eben jenes Beispiel der salomonischen Rechtsprechung ergänzten Szenenfolge einen großen Erlebnisreichtum beschert, legt allerdings eine Akzentuierung auch des sinnlichen kompositorischen Potenzials nahe.
In ihrer Ausdruckskunst zeigten die beteiligten Sängerinnen und Sänger eine hohe Differen­zierung. Sopranistin Verena Gropper (Gattin Salomos und Zweites Weib) setzte auf präzise Konturen. Ina Siedlaczek (Königin von Saba und Erstes Weib) tendierte zur Verhaltenheit.

Eine Flut von Obertönen und damit einen schnörkellos puren Hörgenuss aktivierten Tenor Andreas Karasiak (Hohepriester, Diener) und Bassbariton Markus Flaig (Levit). Die „Zugabe" kam sozusagen schon vor dem grandiosen Schlusschor - das ursprünglich gestrichene Duett „Ev'ry joy that wisdom knows" war als Duett Ina Siedlaczeks (Königin von Saba) und Andreas Scholls erlebbar.

 


Wiesbadener Kurier 14.03.2016

Die Schiersteiner Kantorei unter Martin Lutz mit Monteverdis Marien-Vesper in der Wiesbadener Marktkirche

Von Dietrich Stern
WIESBADEN - Der große Eindruck, den die Marien-Vesper von Claudio Monteverdi macht, rührt daher, dass sie bis heute deutlich spürbar einen gewaltigen musikalischen Umbruch repräsentiert. Ihrem Schöpfer Monteverdi war das 1610 bewusst.

Über eineinhalb Stunden überschüttet er den Hörer mit einer Fülle von Ideen und atemberaubender Kunstfertigkeit, mit einem bis dahin ungeahnten musikalischen Reichtum, der ihn gleichberechtigt neben die bedeutendsten Komponisten aller Zeiten stellt. Nach einem kurzen liturgischen Antiphon bricht der Chor mit einem so gewaltigen D-Dur-Akkord über die Gemeinde herein, dass alle äußerliche Pracht barocker Kirchen verblasst. Es ist die Herrschaft der Dur-Moll-Tonalität, wie sie uns noch heute vertraut ist, die da in ihrer ganzen Macht entdeckt und gefeiert wird. Gleichzeitig steht sie für das „saecula saeculorum“, die Ewigkeit Gottes.

Martin Lutz ist als langjähriger Leiter der Schiersteiner Kantorei ein ausgewiesener Kenner „Alter Musik“, die als Durchbruch in eine neue Zeit erscheint. Einen Chor von gut 100 Sängern aufzustellen, ist nicht typisch für die Zeit Monteverdis, jedoch für die frühbarocke Prachtentfaltung mit zehnstimmigem Doppelchor von unbestreitbarem Vorteil. Gut vorbereitet, mit ausgezeichneter Reinheit im Klang füllt die Schiersteiner Kantorei Wiesbadens „Dom“, die Marktkirche. Der „Stile concitato“, der aufgeregte, leidenschaftliche Stil, wie Monteverdi ihn selbst nannte, fordert eine extreme Beweglichkeit des Singens, die in einer solchen Menge natürlich besonders schwer zu realisieren ist. In der Instrumentalbegleitung strebt Lutz dagegen Schlankheit an. Das sehr kompetente „Johann Rosenmüller Ensemble“ aus Leipzig bereichert auf authentischen Instrumenten des 16. und 17. Jahrhunderts den Klang in seiner Tiefe, Farbigkeit und geschmeidigen Weichheit und begleitet fast ohne Dirigat eigenständig die Solisten.

Lutz hat ein Ensemble aus Solo-Sängern hinzuengagiert, das rein und stilsicher den zu seiner Zeit völlig neuartigen, ausdruckgeladenen Gesang Monteverdis wiedergibt, einschließlich schwerster Koloraturen. Verzierungen und melodische Ausschweifungen sind niemals um ihrer selbst willen da, sondern dienen einer genialen Textverdeutlichung. Die Sopranistinnen Siri Thornhill und Agnes Kovacs, der Countertenor Jud Perry, der Bass Johannes Hill und die Tenöre Christian Rathgeber und Hermann Oswald erfüllen alle das harmonisch glänzende Klangideal dieser Aufführung. Wobei Oswalds Gesang in seiner klaren unaufdringlichen Schönheit sicher eine besondere Rolle zukommt. Nach einem feierlichen Schweigen dankt das Publikum in der voll besetzten Marktkirche mit lang anhaltendem Beifall.

 


Es gibt zwei neue CDs:

Händel: Saul, Neuaufnahme 2012.  €20,- (3CDs)
Mendelssohn: Lobgesang. €10,-

Sie können die CDs hier bestellen.

 


Neujahrskonzert: Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9

Das neue Jahr beginnt mit der NEUNTEN von Beethoven. Sie  wird am 1. Januar 2014 um 17 Uhr im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters aufgeführt.

 

Ágnes Szalai, Sopran
Merit Ostermann, Mezzosopran
Markus Francke, Tenor
Thomas de Vries, Bariton

Schiersteiner Kantorei (Leitung: Martin Lutz)

Zsolt Hamar Leitung

Siehe auch: Link

 


Weihnachtskonzert zugunsten von "ihnen leuchtet ein Licht" e.V.

In der Marktkirche wird am Freitag, 20. Dezember 2013, von 20 bis 22 Uhr das festliche Weihnachtskonzert zugunsten der Kurier-Benefizaktion „ihnen leuchtet ein Licht“ stattfinden.

 

Erika Le Roux, Klavier
Deborah Lynn Cole, Sopran
Keith Ikaia-Purdy, Tenor
Kinderchor von St. Bonifatius
Schiersteiner Kantorei
Nassauisches Blechbläser-Ensemble
Thomas J. Frank
, Orgel
Hans Uwe Hielscher, Orgel

Dieter Kürten liest eine Weihnachtsgeschichte
Moderation: Stefan Schröder

Karten im Kundencenter des Wiesbadener Kurier, Langgasse 21, Tel. 06 11 / 3 55-52 99 allen bekannten Vorverkaufsstellen

 


Marktkirche Wiesbaden, 19.11.2013

Johann Sebastian Bach

Messe h-Moll BWV 232

Dorothee Mields  Sopran
Andreas Scholl Altus
Andreas Karasiak Tenor
Bertold Possemeyer
Philipp A. Mehr Bass

Schiersteiner Kantorei
Bach-Ensemble Wiesbaden
Martin Lutz
Leitung

Das anspruchsvolle Werk wurde von der Schiersteiner Kantorei schon mehrfach aufgeführt und ist dennoch immer wieder eine Herausforderung. Diesmal in ganz besonderer Weise durch die gemischte Aufstellung der Sänger. Nicht nur viele der Zuhörer schätzten dieses neue Klangerlebnis; auch den einzelnen Chorsängern erschloss sich so ein Gesamtklang, der bei einer Aufstellung nach Stimmgruppen kaum möglich ist. Beindruckend auch das auf barocken Instrumenten spielende Orchester mit namhaften Solisten, wie z. B. den Traversflötisten Karl Kaiser und Wilhelm Bruns, Naturhorn.

Darüber hinaus ist es für den Chor immer wieder eine Freude, zusammen mit renommierten Künstlern wie Andreas Scholl und Dorothee Mildes ein Konzert gestalten zu können.

Rezension zu diesem Konzert

 


Kloster Eberbach/Rheingau, Basilika, Pfingstsonntag, 19.05.2013

Georg Friedrich Händel
Belshazzar
Oratorio in three Acts (1744) HWV 61

Meike Leluschko Sopran (Nitocris)
Bettina Ranch Mezzospran (Cyrus)
Dimitri Egorov Altus (Daniel)
Andreas Weller Tenor (Belshazzar)
Ekkehart Abele Bass (Gobrias)

Schiersteiner Kantorei
Barockorchester LA CORONA
Martin Lutz
Leitung

Trotz eisiger Temperaturen, folgte das gut gewappnete Publikum in der sehr gut besuchten Basilika Händels außergewöhnlich lebendiger Vertonung der spannenden Geschichte des tyrannischen Königs Belsazar. Dieser hat Jerusalem erobert und die jüdische Oberschicht ins Exil verschleppt. Darunter auch den Propheten Daniel, der als einziger das „Menetekel” an der Wand deuten kann, welches den Untergang des babylonischen Reiches und den Tod Belsazars durch die Perser und Ihren König Kyros prophezeit.

Neben gefühlvollen Arien von wunderbarer Schönheit und traurigen Betrachtungen wurde die Dramatik des Werkes zu einem großen Teil vom Chor getragen, dem die musikalische Darstellung der drei Völker oblag.

Rezension zu diesem Konzert.

 

 

Das nächste große Chorwerk steht im November an!
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Mit internationalen Künstlern, wie u. a. Dorothee Mields und Andreas Scholl

Bis dahin locken attraktive Angebote der Konzertreihe „Schiersteiner Vespermusiken“, der „Wiesbadener Bachvespern“ oder bereits am 16. Juni erneut im Kloster Eberbach – dann im wohl temperierten Dormitorium – Werke von Luigi Rossi, Giovanni Battista Buonamente, Marco Uccellini, Girolamo Frescobaldi mit dem Ensemble Parnassi musici.

 


Das erste Konzert in diesem Jahr!

 

 Antonin Dvořák (1841-1904) Requiem op. 89
16.03.2012, in der Marktkirche, Wiesbaden

Kateryna Kasper, Sopran
Melinda Paulsen, Alt          
Thomas Dewald, Tenor
Marek Rzepka, Bass

Bach-Ensemble Wiesbaden
Schiersteiner Kantorei

Leitung: Martin Lutz

 

Dieses außerordentlich anspruchsvolle und doch höchst selten aufgeführte Hauptwerk des tschechischen Komponisten forderte in der kurzen Probenzeit von allen Beteiligten ein konzentriertes Einstudieren und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Stück.  Dieser Einsatz mündete in einem großartigen Konzert.

Ein durchgängig präsenter Chor ist Träger stiller Innerlichkeit, schmerzlicher Trauer, Verzweiflung, ja Zorn und auch Orchester und Vokalsolisten haben große und dankbare Aufgaben. Insbesondere das Orchester fasziniert in seiner farbigen, vielfältigen Instrumentation.

Rezension zu diesem Konzert.

 


Neuer fester Konzerttermin an Pfingsten

Das  nächste große Konzert wird bereits am Pfingstsonntag, 19. Mai 2013, um 18 Uhr im Kloster Eberbach stattfinden. Aufgeführt wird Georg Friedrich Händels „Belshazzar“.

Da es Martin Lutz gelungen ist, die Basilika im Kloster Eberbach zukünftig am Pfingstsonntag  fest zu buchen, wird man  diesen  Konzerttermin nun immer frühzeitig einplanen und mit dem  Pfingstausflug in den Rheingau verbinden können.

Geplant sind weitere Händel-Oratorien!

 


Andreas Scholl übernimmt Schirmherrschaft für den Förderkreis „Freunde der Schiersteiner Kantorei

Der im Rheingau geborene und inzwischen  international bekannte Countertenor, Andreas Scholl, ist der Kantorei seit Jahren verbunden und unterstützt zukünftig die Arbeit des Fördervereins durch seine Schirmherrschaft.

Trotz seiner vielen internationalen Konzertermine kann  Andreas Scholl es immer wieder einrichten, mit der Schiersteiner Kantorei aufzutreten. So auch in diesem Jahr, am 16.11.2013 in der Marktkirche mit der h-Moll-Messe von J.-S. Bach.

Siehe auch das Interview mit Andreas Scholl in der Jubiläumsschrift.

 


BachVesper am 11.11.2012

Im Rahmen der Festwoche, anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Marktkirche wurde am 11.11.2012, dem Gründungstag der Schiersteiner Kantorei vor 50 Jahren die Kantate 29 „Wir danken dir, Gott…“ vor voll besetztem Haus aufgeführt.

"Zur Feier des Tages" sangen - neben Mitgliedern der Schiersteiner Kantorei - drei Professoren der Musikhochschule Frankfurt die Solopartien: Ursula Targler-Seel, Melinda Paulsen und Berthold Possemeyer sowie als "Alumnus" der Hochschule der Tenor Joachim Streckfuß.

 


Oktober 2012: Neuer Probenraum für die Schiersteiner Kantorei

Was vor Jahren bereits angedacht und geplant wurde, im Jubiläumsjahr wurde es verwirklicht: Im Zuge der Renovierung des  Christophorushauses kann die Schiersteiner Kantorei  sich über einen neuen Probenraum freuen. Dank der neuen speziellen Deckenkonstruktion und der Akustikwände herrschen jetzt optimale Bedingungen, um in den wöchentlichen Proben die schwierigen Chorwerke zu erarbeiten.

Jüngere, begeisterungsfähige Sängerinnen und Sänger, die Freude an intensiver musikalischer Arbeit haben, sind zum Mitsingen in der Schiersteiner Kantorei eingeladen. Chorerfahrung bzw. Gesangsausbildung ist Voraussetzung, ein Vorsingen ist üblich. Proben sind regelmäßig mittwochs von 19.30 bis 22.00 Uhr im Saal des Christophorushauses Wiesbaden-Schierstein (am Hafen). Weitere Informationen unter 0611/24280.

 


Förderkreis Freunde der SKApril 2012: Förderverein gegründet

Zur Förderung der Arbeit der Schiersteiner Kantorei wurde der Verein "Freunde der Schiersteiner Kantorei" gegründet.

Eine ambitionierte Musikpflege kostet Geld und lässt sich allein durch die Eintrittsgelder leider nicht finanzieren und umsetzen.

Mit einer Mitgliedschaft oder Spende fördern Sie unmittelbar das musikalische Wirken der Schiersteiner Kantorei und damit das Fortbestehen eines reichhaltigen musikalischen Angebotes in Wiesbaden und Schierstein in gewohnter Weise.

 


Mai 2012: Geburtstagskonzert für und mit Freunden der Schiersteiner Kantorei

Anlässlich des 50sten Jubiläums, lud die Schiersteiner Kantorei am 12.05.2012 Freunde, langjährige Weggefährten, Kirchenvertreter, Abonnenten und vielen Gästen zu einem Konzert mit anschließender Feier in die Christophoruskirche in Schierstein. Durch das reichhaltige Programm führte  Martin Lutz, der die Kantorei seit genau 40 Jahren leitet.

       

Wiesbadener Kurier, 15.05.2012: Das reichhaltige Programm des Nachmittags in der Christophoruskirche zeigte die Kantorei nicht nur als musikalisch, sondern auch humoristisch und kulinarisch leistungsfähige Gemeinschaft, die zur Feier des Tages eine Festschrift mit CD-Beigabe, eigens abgefüllten Geburtstagswein und ein dickes Kochbuch präsentiert. „SK“, die gängige Abkürzung der Schiersteiner Kantorei, könnte ja auch für „Singend Kochen“ stehen, meint Martin Lutz in gut gelaunter Ansprache zum „schönen Tag“. Im Zentrum steht freilich die Musik in einer gelungenen Mischung aus (nicht nur vokalen) Eigenbeiträgen der Kantorei und klingenden Gaben von Freunden: Cellist Stephan Breith zum Beispiel widmet sich dem Melos eines Solo-Werks, das der aus Porto angereiste Domkapellmeister António Ferreira dos Santos zum Jubiläum komponiert hat. Titel: „Ein Traum über die Schiersteiner Kantorei“. Eine kürzere Anreise hatte Marktkirchen-Organist Hans Uwe Hielscher, dessen „Wein-Tänze“ für Orgel im „Winzersekt“ betitelten Charleston deutlich prickeln.

Zwischen Lesung (Alfred Herms), Lied (Natascha Jung) und kollektivem Kantorei-Wohlklang bekommt die Sopranistin Barbara Schlick als Weggefährtin über Jahrzehnte besonders warmherzigen Applaus - und das Zusammenwirken mit ihrer Schülerin Trine Wilsberg Lund in Giacomo Carissimis „Partenza dalla sua donna“ zeigt einmal mehr, dass die Kantorei auch von überregional renommierten Künstlern viel Sympathie zurückbekommt.

 


März 2012: Die Schiersteiner Kantorei wird 50!

Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums der Schiersteiner Kantorei , erscheint im Wiesbadener Kurier ein „Extrablatt“ mit vielen Beiträgen über das Wirken der Kantorei sowie einem Interview mit Andreas Scholl:

Sonderseite Sonderseite des Wiesbadener Kuriers

 


2011: Aktuelle Weihnachts-CD „Nun komm der Heiden Heiland“

Neue Aufnahme des aktuellen Weihnachtsprogramms „Weihnachtsmusik bei Kerzenschein“.

Bestellschein auf der CD-Seite

 


Athalia-CD

Mitschnitt des Konzertes vom 26.3.2011, Marktkirche Wiesbaden

Georg Friedrich Händel, Athalia, Oratorio in three parts

Heidrun Kordes, Gabriele Hierdeis, Natascha Jung, Yosemeh Adjei, Andreas Karasiak, Christian Immler
Schiersteiner Kantorei
Barockorchester LA CORONA Freiburg
Leitung: Martin Lutz

Weitere CD-Live-Mitschnitte entnehmen Sie bitte dem Bestellschein auf der CD-Seite.

 


November 2010: ARD-Fernsehgottesdienst – Übertragung  aus der Marktkirche in Wiesbaden

Eröffnung der 52. Aktion „Brot für die Welt“

Die Predigt hält Kirchenpräsident Dr. Volker Jung. Die Schiersteiner Kantorei singt unter Leitung von Martin Lutz.

Der Festakt in der Marktkirche stand unter dem Motto: „Es ist genug für alle da“.

 

 

 


März 2010: Portugalreise: Porto – Fatima – Gaia – Famalicao – Porto

Die Schiersteiner Kantorei pflegt seit 25 Jahren intensive und herzliche Beziehungen zur Stadt Porto.

António Ferreira Dos Santos, der Domkapellmeister der Igreja da Lapa in Porto und Martin Lutz haben durch ihre Zusammenarbeit seit 1988 mit zahlreichen Konzertreisen der Kantorei eine Reihe herausragender Chorwerke zur Aufführung gebracht, die bisher weder in Porto noch überhaupt im Norden Portugals öffentlich zu hören waren (so etwa Bachs Matthäuspassion und H-Moll-Messe, Mendelsohns Elias, Brahms' Deutsches Requiem u.v.a.m.).

So war es ein besonderes Anliegen, die von Dos Santos in 2008 vorgelegte Komposition „Requiem á memória do Infante D. Henrique“ aufzuführen. Am 21.11.2009 fand zunächst die deutsche Erstaufführung in der Wiesbadener Marktkirche statt. Zu den Gästen zählte, neben dem Komponisten selbst, auch der portugiesische Kulturattaché.

Am 26.03.2010 flogen Sänger, Musiker und Solisten nach Porto, probten, aßen und übernachteten im katholischen Kongresszentrum und besichtigten in der probenfreien Zeit Porto, genossen dabei die portugiesische Küche, versorgten sich mit Portwein oder portugiesischen Mitbringseln, hörten Fado und erfreuten sich am Blick auf den Atlantik. Die Besichtigung des Klosters von Batalha (14-16. Jhrdt. UNESCO-Kulturerbe) bot am Tag der ersten Aufführung noch einmal Gelegenheit zur Entspannung bevor die SK ein Konzert in der gewaltigen Basilika von Fatima absolvierte (5000 Zuhörer; viertgrößte Kirche der Welt). Weitere Aufführungen fanden in Gaja und Famalicao (jeweils 600 Besucher) statt. Den Abschluss bildete das Konzert in der Igreja da Lapa in Porto. Der Dom war bis auf den aller-allerletzten Platz besetzt. Zum Dank für eine gelungene Aufführung und zum Abschluss der Konzertreise ergoss sich ein Blütenregen über Musiker, Chor und Solisten, begleitet von minutenlangem herzlichen Beifall.

Viele Mitglieder des Ensembles nutzten die anschließenden Feiertage zu einem Urlaub in Portugal.

 


Januar 2007: Zu Gast in China – ein Erfahrungsbericht

Im Rahmen des „kulturellen Austausches“ wurde die Schiersteiner Kantorei nach China eingeladen und führte Werke von Bach, Betthoven, Brahms in der Beijing Concert Hall (Peking) auf. Hier ein Reisebericht eines mitwirkenden Choristen, erschienen in der SK-Festschrift vom Mai 2012:

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