19. Wiesbadener Bachwochen

3.11. bis 5.12. 2013

 

20. Wiesbadener Bachwochen

 

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Sonntag,
3.11.2013

16.30 Uhr Gesprächskonzert (Werkeinführung), 17.00 Kantaten-Gottesdienst, Marktkirche Wiesbaden

Johann Sebastian Bach
Alle 199 Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach monatlich als Gesprächskonzerte und Abendgottesdienste in St. Katharinen, Frankfurt am Main und in der Markt- und Christophoruskirche, WiesbadenBachvesper
Kantate BWV 52 „Falsche Welt, dir trau ich nicht“
 

Vanessa Diny, Sopran
Schiersteiner Kantorei
Bach-Collegium Frankfurt-Wiesbaden

Leitung: Martin Lutz

Bachs Kantaten kehren dorthin zurück, von wo sie kamen: Seit 2007 wird im Rahmen einer Gesamtaufführung aller 199 Bach-Kantaten die jeweilige Kantate zunächst in einem Gesprächskonzert vorgestellt. Dann erklingt sie noch einmal, nun eingebunden in den Rahmen eines evangelischen Gottesdienstes, der sich höchst konzentriert auf die Kantate bezieht.

 

Sonntag,
3.11.2013

19.30 Uhr, Lutherkirche

Orgelkonzert: Bach in Reflexionen
Martin Schmeding
Original – Bearbeitung – Transkription – Hommage
 

Werke von Joh. Seb. Bach,W. A.Mozart, Charles MarieWidor,
Marcel Dupré, Sigfrid Karg-Elert, Zsigmond Szathmary u.a

Mit nur 27 Jahren wurde Martin Schmeding zum Kreuzorganisten an der Kreuzkirche in Dresden berufen, zwei Jahre später wechselte er als Professor an die Freiburger Musikhochschule. Zahlreiche Aufnahmen für Fernsehen,
Rundfunk und CD liegen vor (u.a. das Gesamtwerk für Orgel von Brahms, Mendelssohn Bartholdy und Franz Schmidt).

2009 wurde er mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Mit dem Gewinn des „Echo Klassik 2010“ als Instrumentalist des Jahres erhielt Martin Schmeding einen der bedeutendsten internationalen Musikpreise.

 

Donnerstag, 7.11.2013

19.30 Uhr, Marktkirche Wiesbaden

Orgelkonzert
Johannes Zeinler
Preisträger Orgelwettbewerb um den Bachpreis 2012
 

Johann Sebastian Bach: Orgelchoräle
Max Reger: Introduktion und Passacaglia in f-Moll op. 63
Präludium, Fuge, Canzone, Rhapsodie aus op. 65
Bach/Liszt: Einleitung und Fuge aus „Ich hatte viel Bekümmernis“

Der junge österreichische Organist ist Träger des 2. Preises (der 1. Preis wurde nicht vergeben) und Träger des Publikumspreises des Internationalen Orgelwettbewerbes um den Bachpreis Wiesbaden 2012.

 

Samstag, 9.11.2013

19.30 Uhr, Bergkirche

Bach vor Bach
Lebenswege
Werke der Musikerfamilie Bach
 

Kammerchor collegium vocale
Andreas Karthäuser, Orgel
Christian Pfeifer, Leitung

Bis auf einen kurzen Lebensabschnitt als Jugendlicher im norddeutschen Lüneburg lebte Johann Sebastian Bach in Mitteldeutschland. Die große Musikerfamilie Bach war seit Generationen hier zu Hause und prägte mit zahlreichen hochqualifizierten Musikern diese Landschaft. Der größte Sohn der Musikerdynastie fühlte sich seiner Familie sehr verbunden. Die Interpreten spüren diesen Bezügen mit Vokal- und Orgelmusik nach.

 

Sonntag, 10.11.2013

17.00 Uhr, Christophoruskirche Wiesbaden-Schierstein

Johann Sebastian Bach
Musikalisches Opfer BWV 1079
Bach in Berlin
 

Barockensemble Parnassi musici:
Margaret MacDuffie
, Barockvioline
Matthias Fischer, Barockvioline
Paul Dahme, Traversflöte
Dmitri Dichtiar, Barockcello
Martin Lutz, Cembalo

Im Mai 1747 lädt der Preußenkönig Friedrich II. J. S. Bach nach Berlin ein. Sein Schloss Sanssouci in Potsdam ist gerade fertig geworden, überall stehen neue Flügel von Gottfried Silbermann und Bach soll sie ausprobieren.

Es kommt am Ende zu der historischen Szene, an der Bachs legendäre Improvisationskunst gefragt ist und Friedrich ihm ein Fugenthema stellt, das Bach dreistimmig durchführen soll. Als Bach diese Aufgabe brillant löst, soll er es nun sogar sechsstimmig durchführen.

War es eine Sternstunde der Menschheit, als der größte Staatsmann und Feldherr seiner Zeit und der große Thomaskantor einander gegenüberstanden? Ahnte der eine etwas von der Größe und Bedeutung des andern? Wir wissen es nicht und möchten es bezweifeln – aber dieser Begegnung verdanken wir ein hochbedeutendes Spätwerk Bachs, das „Musikalische Opfer“.

Bach aber lieferte mit seinen Spielarten des vom flötespielenden Preußenkönig vorgegebenen, recht sperrigen »Thema regium« nicht nur eine klingende Reverenz (ein „Opfer“) an den König, sondern auch der Nachwelt sein kammermusikalisches Vermächtnis.

 

Samstag, 16.11.2013

19.30 Uhr, Marktkirche Wiesbaden

Johann Sebastian Bach
Messe h-Moll BWV 232
Bach in Dresden
 

Dorothee Mields, Sopran
Andreas Scholl, Altus
Andreas Karasiak, Tenor
Berthold Possemeyer, Bariton
Philipp A. Mehr, Bass
Schiersteiner Kantorei
Bach-Ensemble Wiesbaden
auf Barockinstrumenten

Martin Lutz, Leitung

Sie sei das „größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker“, urteilte der Verleger Hans Georg Nägeli schon 1818 über Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe. Und der Bach-Biograph Philipp Spitta zeigte sich „fast unheimlich berührt“ von der „Einsamkeit, mit welcher diese Messe in der Geschichte dasteht”.

Bachs letztes großes Vokalwerk entstand zwischen 1747 und 1749 durch Vervollständigung einer kurzen Messe für den Dresdner Hof aus dem Jahre 1733. Er arbeitete dazu mehrere ältere Sätze aus seinen Kantaten in grundlegender Weise um, immer unter dem Aspekt höchster Qualität, sodass wir gleichsam ein Kompendium
seiner vorzüglichsten Vokalsätze erleben dürfen.

Bachs „opus summum” ist in vielerlei Hinsicht sein kompositorisches Vermächtnis.

Es erklingt hier in herausragender Besetzung.

 

Sonntag, 17.11.2013

10.00 Uhr, Lutherkirche

Johann Sebastian Bach
Bach-Kantate im Gottesdienst
Kantate BWV 106 „Actus tragicus“
 

Vokalsolisten
Bachorchester Wiesbaden
Bachchor Wiesbaden
Jörg Endebrock
, Leitung

 

Sonntag, 17.11.2013

17.00 Uhr, Herzog-Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22

Bach in Leipzig
Bach im Café Zimmermann
Der heitere Bach

Agnes Kovacs, Sopran
Georg Poplutz, Tenor
Markus Flaig, Bass
Vielklang-Ensemble
Andreas Küppers
, Leitung und Cembalo

Joh. Seb. Bach: 5. Brandenburgisches Konzert BWV 1050
Kaffee-Kantate „Schweigt stille, plaudert nicht“ BWV 211
Georg Friedrich Händel: Kantate „Armida abbandonata“

Musikalisch gehörte das Zimmermannsche Kaffeehaus in der Catharinenstraße zu Leipzig während der 1730er und 1740er Jahre zu den ersten Adressen in Deutschland. Hier nämlich traf sich regelmäßig jenes berühmte Collegium Musicum, dessen Leitung Johann Sebastian Bach ab 1729 übernommen hatte. Bach hatte sich hier ein neues Aktionsfeld erschlossen: Abseits drängender kirchenmusikalischer Verpflichtungen konnte er dort Musik um der Musik Willen machen und seine eigenen Instrumentalkonzerte sowie zahlreiche Werke anderer Meister aufführen. Aus dieser Zeit stammt u. a. die amüsante „Kaffee-Kantate“.

 

Mittwoch, 20.11.2013

20.00 Uhr, Marktkirche Wiesbaden

Orgelkonzert
Bach in den USA
Hans Uwe Hielscher

Johann Sebastian Bach:Toccata und Fuge in d-Moll BWV 538
Praeludium und Fuge in g-Moll BWV 535
Fantasie und Fuge in a-Moll BWV 561
John Knowles Paine:Variations on„The Old Hundredth”
Dudley Buck: Concert Variations on„The Star Spangled Banner”
Charles Ives:Variations on„America”

John Knowles Paine, Dudley Buck und Charles Ives zählen zu den Pionieren genuin amerikanischer Komponisten, die einen beträchtlichen Teil ihrer Ausbildung in Deutschland erhielten. Paine studierte drei Jahre in Berlin bei Carl August Haupt, Buck wurde einige Jahre am Leipziger Konservatorium von Louis Plaidy unterrichtet, und auch Ives erhielt als Schüler Dudley Bucks eine profunde Ausbildung auf der Grundlage deutscher Traditionen.

Sie alle eint ein Kompositionshandwerk, das in der Tradition Bachs begründet ist. So liegt es nahe, drei ihrer bekanntesten Orgelwerke einigen ausgewählten Meisterwerken des Thomaskantors gegenüberzustellen, um
die solide kontrapunktische Schreibweise ihrer Kompositionen zu dokumentieren.

Hans Uwe Hielscher war bis 2003 Organist an der Konzertsaalorgel im Kurhaus Wiesbaden und bis 2010 Organist und Carillonneur an der Marktkirche.

Seit 1962 gab er weltweit über 2.600 Orgelkonzerte, unter anderem auf 38 Tourneen in 40 verschiedenen US-Staaten, in Canada, Australien, Neuseeland, Südafrika, den Bahamas, Hongkong und Singapur.

Vom französischen Kultusminister wurde er zum „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ für seine weltweiten Verdienste um die französische Orgelmusik ernannt.

 

Freitag, 22.11.2013

19.30 Uhr, Christophoruskirche Wiesbaden-Schierstein

Camerata Köln
Bach in Dresden
Kammermusik
 

Camerata Köln:
Karl Kaiser
, Traversflöte
Christine Busch, Barockvioline
Rainer Zipperling, Barockcello
Sabine Bauer, Cembalo

Sonaten, Concerti und Suiten von Johann Sebastian Bach, Johann Joachim Quantz, Johann Adolph Hasse, Georg Pisendel, Louis Marchand

Joh. Seb. Bach hatte vielfältige Beziehungen nach Dresden, insbesondere pflegte er zu mehreren Mitgliedern der berühmten Hofkapelle freundschaftliche Kontakte. Er nahm rege Notiz vom Opernschaffen Antonio Lottis und Joh. Adolph Hasses und reiste immer wieder nach Dresden, um sich einerseits als Musiker zu präsentieren, andererseits dort die neuesten Produktionen zu hören.

Die Camerata Köln ist eines der traditionsreichsten Kammermusikensembles für Alte Musik, das rund um den Globus mit großem Erfolg konzertiert. Ausdruck und Reife, Enthusiasmus und gelassene Könnerschaft, Wille und Fantasie für ganz neue Klänge und Interpretationsformen, künstlerische Auseinandersetzung und Bühnenpräsenz in Kombination mit einem gehörigen Maß an wissenschaftlich fundierter Recherche und spontaner Musizierlust prägen die Arbeit des Ensembles.

 

Sonntag, 1.12.2013

17.00 Uhr, Christophoruskirche Wiesbaden-Schierstein

Johann Sebastian Bach
Die sechs Suiten für Cello solo
Bach in Köthen

Stephan Schrader, Violoncello


17.00 Suite Nr. 1 in G-Dur BWV 1007
         Suite Nr. 2 in d-Moll BWV 1008
         Suite Nr. 3 in C-Dur BWV 1009

18.15 Suite Nr. 4 in Es-Dur BWV 1010
         Suite Nr. 5 in c-Moll BWV 1011


19.30 Suite Nr. 6 in D-dur BWV 1012

In den Pausen besteht Gelegenheit für Begegnung und Gespräch bei Brezel und Wein.

Stephan Schrader konzertiert als Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Musikern wie Paavo Järvi, Ton Koopman, Roger Norrington, Daniel Harding u.v.a. auf allen großen Bühnen in Europa, den USA, Südamerika, Kanada und Asien. Der vielseitige Cellist hat neben Streichquartett und Klaviertrio das Spiel mit dem Barockcello im Barockensemble Parnassi musici ausgebildet und ist ein gefragter Continuo-Cellist.

„Wie ein Fest“
Wenige Cellisten haben sich die Gesamtaufführung an einem Tag zugemutet – Schrader wünscht sich dies ganz besondere Konzert „wie ein einziges Fest, auf dem sowohl die schönste Musik der Welt als auch die Pausenzeit zwischen den Abschnitten mit Speis und Trank allen gut tun möge!“

Bachs Suiten entstanden um 1720 und sind die erste bedeutende Solo-Literatur für ein Cello allein. Erst 200 Jahre später haben Komponisten wie Reger, Hindemith und Britten das Cello als Solo-Instrument ähnlich gewürdigt. So nehmen die Bach-Suiten für jeden Cellisten und viele Musikfreunde einen zentralen Platz ein.

Stephan Schrader spielt ein Cello von Pieter Rombouts, Amsterdam ca. 1710.

 

Donnerstag, 5.12.2013

19.30 Uhr, Herzog Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22

Orchesterkonzert
European Union Baroque Orchestra
Barock meets Baroque – Bach und Frankreich
 

Lars Ulrik Mortensen, Leitung und Cembalo
Anne Freitag, Traversflöte

Johann Sebastian Bach: Orchestersuiten I C-Dur BWV 1066
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite II h-Moll BWV 1067
Jean Marie Leclair: Flötenkonzert C-Dur op. 7 No. 3
Jean Philippe Rameau: Suite aus „Acanthe & Céphise“

Das European Union Baroque Orchestra – das sind junge, hoch qualifizierte Barockmusiker aus ganz Europa. Unter der Leitung eines führenden internationalen Barockspezialisten haben sie sich ein halbes Jahr zu einer Arbeitsphase getroffen und sind nun auf weltweiter Tournee.

Diesmal hat das Orchester mit dem dänischen Cembalisten und Dirigenten Lars Ulrik Mortensen ein Programm mit Highlights aus Bachs Orchesterwerk zusammengestellt, dem zwei bedeutende Kompositionen französischer Altersgenossen Bachs gegenübergestellt werden.

Eine Wiederbegegnung mit diesem exzellenten, jugendlich-frisch und mitreißend musizierenden Orchester!

 


 

Internationaler Orgelwettbewerb um den Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 2014

Freitag, 10.1.2014

10.00 und 15.30 Uhr, Lutherkirche

Internationale Organisten bis 30 Jahre spielen im öffentlichen II. Durchgang des Orgelwettbewerbs.

Eintritt frei

 

Freitag, 10.1.2014

19.30 Uhr, Lutherkirche

Orgelkonzert der Juroren Daniel Beckmann (Mainz), François-Henri Houbart (Paris), Martin Sander (Detmold) und Wolfgang Zerer (Hamburg)

€ 10, freie Platzwahl

 

Samstag, 11.1.2014

17.00 Uhr, Lutherkirche

Preisträgerkonzert

€ 10, freie Platzwahl

 



Die Wiesbadener Bachwochen sind eine Veranstaltung der Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Wiesbaden e.V.
Bachwoche Wiesbaden, Wiesbadener Bachwoche.