20. Internationaler Orgelwettbewerb um den
Bachpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden

Lutherkirche Wiesbaden, 14.-16. Januar 2016

International Organ Competition for the Wiesbaden Bach-Prize English version        

 

Infos zum Orgelwettbewerb um den Bach-Preis Wiesbaden 2007 Ausschreibung als Pdf-Dokument

 

Im Zusammenhang mit den XXI. Wiesbadener Bachwochen wird wiederum ein Orgel-Interpretationswettbewerb durchgeführt. Es werden vergeben:

EUR 4.000   als 1. Preis (Bachpreis), verbunden mit einem Orgelkonzert innerhalb der 22. Wiesbadener Bachwochen 2017 (Stifter: Landeshauptstadt Wiesbaden)
EUR 2.500   als 2. Preis (Stifter: Hessische Staatskanzlei)
EUR 1.500   als 3. Preis (Stifter: Strecker-Stiftung)

Die Kosten für Reise und Unterkunft trägt der Teilnehmer. Den Kandidaten, welche die Zwischenrunde erreichen, wird ein Kostenzuschuß in Höhe von EUR 150,- gewährt.

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN / ANMELDUNG

Teilnehmen können junge Organisten aller Nationen, die bis zum 31. 12. 2015 das 30. Lebensjahr nicht vollendet haben, also nach dem 1. Januar 1986 geboren wurden. Organisten, die zum Zeitpunkt des Wettbewerbs bei einem der Juroren studieren, sind vom Orgelwettbewerb ausgeschlossen. Zwischen- und Finalrunde sind öffentlich und können aufgezeichnet werden. Für die Aufnahmen steht den Spielern kein Honorar zu.

Die Jury ist nicht verpflichtet, Preise zu vergeben. Die Preise können nicht geteilt, aber doppelt vergeben werden, wobei die insgesamt zur Verfügung stehende Preissumme nicht überschritten werden darf. Die Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar.

Der Orgel-Wettbewerb ist ein geschlossener Wettbewerb. Nach Ablauf der Anmeldefrist wird die Wettbewerbsleitung aus den eingegangenen Bewerbungen die 12 Teilnehmer des Wettbewerbs bestimmen.

Von diesen Teilnehmern ist sodann eine Meldegebühr von EUR 100,- zu entrichten; sie wird den erschienenen Spielern am ersten Wettbewerbstag wieder erstattet.
 

Die Anmeldung soll bis zum 1. 10. 2015 an die

    Johann-Sebastian-Bach-Gesellschaft Wiesbaden
    Bernhard-Schwarz-Str. 25
    D-65201 Wiesbaden
    Tel/Fax 0611-20890
    e-mail: info@bach-wiesbaden.de

erfolgen.

 

Wir benötigen folgende Bewerbungsunterlagen:

  • ausgefülltes Anmeldeformular (Download)
  • Kopie des Passes
  • Prüfungszeugnisse zur musikalischen Ausbildung (Kopien)
  • musikalischer Lebenslauf
  • Künstlerfoto

 

DURCHFÜHRUNGSHINWEISE

Der Orgel-Wettbewerb findet in drei Durchgängen an den beiden Orgeln der Lutherkirche Wiesbaden statt (www.lutherkirche-wiesbaden.de). Registranten werden nicht gestellt, können aber mitgebracht werden. Es ist auch üblich, daß sich die Teilnehmer gegenseitig helfen.

 

In der Vorrunde am Donnerstag, dem 14. Januar 2016 vor- bzw. nachmittags spielen alle Teilnehmer folgende Pflichtstücke:

a) Johann Sebastian Bach: ein langsamer und ein nachfolgender schneller Satz aus einer der Triosonaten (nach eigener Wahl) K
b) August Gottfried Ritter: 1. Orgelsonate op. 11 W
c) Petr Eben: Hommage à Buxtehude K

 

Die sechs besten Teilnehmer der Vorrunde spielen in der Zwischenrunde am Freitag, dem 15.1.2016 vor- bzw. nachmittags in öffentlichem Konzert jeweils folgende Werke:

a) Johann Sebastian Bach: Fuge d-Moll BWV 539 K
b) Dieterich Buxtehude: Praeludium und Fuge d-Moll BuxWV 140
c) Maurice Duruflé: Prélude et Fugue sur le nom d'Alain, op. 7 W

 

Die Finalrunde findet am Samstag, dem 16.1.2014 um 17.00 Uhr als öffentliches Konzert statt. Die drei besten Spieler der Zwischenrunde konkurrieren dabei um die Platzierung, wobei sie folgende Werke spielen werden:

a) Johann Sebastian Bach: Toccata E-Dur BWV 566 K
b) Olivier Messiaen: aus „Les Corps Glorieux“: V. Force et agilité des corps glorieux W
c) Max Reger: Phantasie d-Moll op. 135b W

NB: Die mit “K” bezeichneten Werke sind auf der Klais-Orgel zu spielen, die mit “W” bezeichneten auf der Walcker-Orgel.

 

Die Reihenfolge, in der die Teilnehmer zu spielen haben, wird für jeden Tag durch das Los bestimmt. Die Teilnehmer spielen anonym, der Jury werden weder die Namen noch die Reihenfolge des Spiels bekanntgegeben. Zuspätkommende werden von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Entscheidungen der Jury werden in nichtöffentlicher Sitzung getroffen. Sie sind unanfechtbar und endgültig. Die Jury hat das Recht, einen Preis nicht zu vergeben oder zwischen zwei Teilnehmern zu teilen. Die Wettbewerbsleitung gehört der Jury nicht an. Der Wettbewerb sowie alle Korrespondenz zwischen Veranstaltern und Teilnehmern, wird in deutscher bzw. englischer Sprache geführt. Mit der Anmeldung erkennen die Teilnehmer die Wettbewerbsbedingungen an.

 

Jury:
1. Guy Bovet (Neuchâtel)
2. Hans-Ola Ericsson (Montreal)
3. Jürgen Essl (Stuttgart)
4. Hans-Uwe Hielscher (Wiesbaden)

 

Wettbewerbsleitung:
Jörg Endebrock, Martin Lutz (Wiesbaden).



 

Lutherkirche Wiesbaden Klais Organ (1978)

I. Rückpositiv C-a³ II. Hauptwerk C-a³ III. Schwellwerk C-a³ Pedal C-f'
Holzgedeckt 8' Bordun 16' Rohrflöte 8' Principal 16'
Quintade 8' Principal 8' Gamba 8' Subbaß 16'
Principal 4' Spitzflöte 8' Vox coelestis (ab c) 8' Quinte 10 2/3'
Rohrflöte 4' Bifaria 8' Fugara 4' Octave 8'
Octave 2' Octave 4' Blockflöte 4' Spielflöte 8'
Waldflöte 2' Holztraverse 4' Nasard 2 2/3' Tenoroctave 4'
Larigot 1 1/3' Superoctave 2' Octavin 2' Rohrpfeife 2'
Sesquialtera 2f. (ab d) 2 2/3' Cornet 5f. ab gs 8' Terz 1 3/5' Hintersatz 4f. 2 2/3'
Scharff 4f. 2/3' Mixtur 5fach 1 1/3' Sifflet 1' Posaune 16'
Holzregal 16' Trompete 16' Plein jeu 4f. 2' Holztrompete 8'
Cromorne Tremulant 8' Trompete 8' Hautbois 8'    
        Clairon harmonique
Tremulant
4'    

Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur, elektrische Registertraktur mit 3.168 Setzer-Kombinationen in vier Abteilungen (drei davon mit Schaltschlüssel absperrbar) über acht Schaltungen A-H und 99 Gruppenschaltungen abrufbar. Speichermöglichkeit über Disketten-Laufwerk – bitte Disketten mitbringen! Normalkoppeln, Cymbelstern. Parallelpedal ds unter ds’.

 

Walcker Organ (1911)
restored by Klais 1987

I. Hauptwerk C-a³ II. Seitenwerk C-a³ III. Schwellwerk C-a³ Pedal C-f'
Bordun 16' Gedeckt (Tr.) 16' Quintatön 16' Principal 16'
Principal 8' Geigenprincipal 8' Principal 8' Violonbaß 16'
Gamba 8' Salicional 8' Echo Gamba 8' Subbaß 16'
Flauta major 8' Rohrflöte 8' Lieblich Gedackt 8' Gedecktbaß (Tr.) 16'
Gemshorn 8' Viola 8' Flauto dolce 8' Quinte  10 2/3'
Gedeckt 8' Fugara 4' Spitzflöte 8' Flötenbaß 8'
Octave 4' Flauto dolce 4' Quintatön 8' VVioloncello (Tr.) 8'
Rohrflöte 4' Doublette 2' Aeoline 8' Choralbaß 4'
Octave 2' Harmonia aetheria 4f. 2 2/3' Voix céleste 8' Baßflöte (Tr.) 4'
Mixtur 3f. 2 2/3' Klarinette 8' Viola 4' Posaune 16'
Cornett 3-5f. 2 2/3'     Traversflöte 4' Trompete (Tr.) 8'
Trompete 8'     Flautino 2'    
        Mixtur 3-4f. 2'    
        Basson 16'    
        Oboe 8'    
        Trompete harmonique 8'    
        Clairon Tremolo 4'    

Taschen-, Kegel-, Membranladen mit elektropneumatischer Traktur. Normalkoppeln, Super II/P, Super II/I, 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination. Zungeneinzelabsteller, Handregister ab. Walze, Schweller III.Manual. Organo pleno.

 


 

Preisträger des Bachpreises der Landeshauptstadt Wiesbaden

2014
1. Preis:       Marius Mack, Deutschland
2. Preis:       Lisa Hummel, Deutschland
3. Preis:       Angela Metzger, Deutschland

2012
1. Preis:       nicht vergeben
2. Preis:       Johannes Zeinler, Österreich
3. Preis:       Anna Pikulska, Polen
3. Preis:       Martin Rabensteiner, Italien

2009
1. Preis:       Anna-Victoria Baltrusch, Berlin
2. Preis:       Balázs Szabó, Budapest/Würzburg
3. Preis:       Winfried Lichtscheidel, Friedrichshafen

2007
1. Preis:       Lukas Stollhof, Stuttgart
2. Preis:       Christian Barthen, Saarbrücken
3. Preis:       Verena Zahn, Bad Schwalbach

2005
1. Preis:       Andrew R. Dewar, London
2. Preis:       Linda Sitková, Prag
3. Preis:       Michael Schneider, Frankfurt

2003
ausgesetzt

2001
1. Preis:       Rudolf Müller, Würzburg
2. Preis:       Byong-Suk Moon, Detmold
3. Preis:       Jooyong Choi, Seoul

1999
1. Preis:       Christian Schmitt, Saarbrücken
2. Preis:       Winfried Kleindopf, Leipzig
3. Preis:       Hue-Am Park, Berlin

1997
1. Preis:       Gunther Rost, Würzburg
2. Preis:       Christoph Hamm, Bonn
3. Preis:       Markus Lehnert, Saarbrücken

1995
1. Preis:       Carsten Wiebusch, Essen
2. Preis:       Andreas König, Fürth
3. Preis:       Markus Eichenlaub, Herxheim

1993
1. Preis:       nicht vergeben
2. Preis (geteilt): Torsten Laux, Ingelheim
2. Preis (geteilt): Reiner Oster, Saarbrücken
3. Preis:       Rie Hiroe, Hannover

1991
1. Preis (geteilt): Tomasz Adam Nowak, Warschau
1. Preis (geteilt): Willi Kronenberg, Köln
2. Preis:       nicht vergeben
3. Preis:       Paul Theis

1989
1. Preis:       Jürgen Sonnentheil, Cuxhaven
2. Preis:       Natsujo Kaji, Hamburg
3. Preis:       Frank Volke, Düsseldorf

1987
1. Preis:       Kiyoshi Nakauchi, Düsseldorf
2. Preis:       Martin Seiwert, Völklingen
3. Preis:       Ulrich Schwarze, Freiburg

1985
1. Preis:       nicht vergeben
2. Preis:       Jürgen Sonnentheil, Cuxhaven
3. Preis:       Helmut Freitag, Saarbrücken

1983
1. Preis:       Bernhard Haas, Siegburg
2. Preis:       Stefan Palm, Köln
3. Preis:       Gerhard Jentschke, Zweibrücken

1981
1. Preis:       Ronald Stolk, Voorburg
2. Preis:       nicht vergeben
3. Preis:       Gerhard Jentschke, Zweibrücken

1979
1. Preis:       Annik Chevalier, Marseille
2. Preis:       Pascale Mélis, Marseille
3. Preis:       Viviane Loriaut, Marseille

1977
1. Preis:       Margareta Hürholz, Köln
2. Preis:       Martin Tiemann, Stuttgart
3. Preis:       Heiner Graßt, Essen